Mai 2011
Ute Freudenberg ist Stargast
Verein „Die Platte lebt” lädt zum Stadtteilfest am Fernsehturm ein
Am 25. Juni feiern die Stadtteile Großer Dreesch, Neu Zippendorf und Mueßer Holz gemeinsam ihr Stadtteilfest am Fuße des Fernsehturms – als Höhepunkt einer ganzen Festwoche zum 40-jährigen Bestehen des Dreesches.
Prominentester Gast im „Eiskristall“ war im März Sozialministerin Manuela Schwesig, die sich beim Frauenfrühstück der SPD über das ehrenamtliche Engagement in der Platte informierte, aber auch ein offenes Ohr für die Probleme der Bewohner hatte. So ging es vor allem um Arbeitsmarktförderung und die Unterstützung für soziale Träger und ihre Treffs auf dem Dreesch. Die Ministerin informierte über das neue Ehrenamtsdiplom, das ihr Ministerium für aktive Ehrenamtler ausstellt und über die Leistungen aus dem Bildungspaket für Kinder und Jugendliche. Diese waren durch die Jungs von „Power for Kids“ vertreten, die mit einem Kurzauftritt überraschten.
Auch Dr. Armin Jäger (CDU) stellte sich im März bei Kaffee und Kuchen den Fragen der Gäste, u. a. zum Atomausstieg, aber auch zu seinem geplanten Rückzug aus der Landespolitik, den er mit seinem bevorstehenden 70. Geburtstag angekündigt hat. Außerdem berichtete er über seine Reise nach Israel mit der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe des Landtags. Foto: hl
Beim Februar-Talk im „Eiskristall“ trafen sich Multikulti- Paare und plauderten über die Liebe, fremde Kulturen, Sprachbarrieren und Toleranz. Prominentester Gesprächspartner war der Landtagsabgeordnete Helmut Holter (Die LINKE), der seine Frau Karina beim Studium in Moskau kennenlernte und 2011 mit ihr Silberhochzeit feiert. Sie ist für ihn „der spannendste Mensch auf der Welt“, er für sie „wie ein Sechser im Lotto mit Zusatzzahl.“ Für beide war es Liebe auf den ersten Blick. Nach dem Antrag beim romantischen Essen ließ sie ihn allerdings noch ein wenig zappeln, obwohl sie schon am ersten Tag wusste, dass sie mit diesem Mann ihr Leben verbringen will. Karina Holter erklärte an diesem Abend im Stadtteiltreff nicht nur die Liebe zu ihrem Ehemann, sondern auch zu dem Land, in dem sie seit 1987 lebt. In Deutschland fühlt sie sich sehr wohl und kann sich hier verwirklichen. Dass Karina Holter die deutsche Sprache autodidaktisch erlernt hat, mag man kaum glauben. Sie plauderte im „Eiskristall“ mit Geist, Charme und Humor und musste sich von Zeit zu Zeit bremsen, um auch die anderen Gäste zu Wort kommen zu lassen. Helmut Holter liebt die russische Sprache und rät Zuwanderern, mindestens zwei Jahre auf ihr Heimatfernsehen zu verzichten, um intensiv Deutsch zu lernen. Wichtig sei auch, sich mit den Traditionen und Sitten des anderen Landes zu beschäftigen. Man muss neugierig bleiben, stets dazulernen und die andere Kultur als Bereicherung verstehen.„Ein Italiener in Meck-Pom”
Am 11. April war der Stadtteiltreff fest in der Hand eines Italieners, der 1995 nach Meck-Pom kam. Antonio heißt er und ist vielen Schwerinern bekannt - als Koch, Bäcker, Konditor und Schokolatier mit Leidenschaft. Irina Abliganz vom Stadtteilmanagement und Verein „Die Platte lebt“ lernte den „Lebenskünstler“ vor anderthalb Jahren kennen und unterstützt ihn seitdem bei Hochzeitstorten und anderen köstlichen Kreationen. Auch an diesem Abend, an dem gekocht und geplaudert wurde, waren die beiden ein Team, das zusätzlich unterstützt wurde von Mario Marschall. Der Hobbykoch aus Schwerin half beim Nachtisch, um dem „Meister“ nützliche Tipps für sein Dessert abzugucken, mit dem er Anfang Mai in die ZDF- „Küchenschlacht“ ziehen will. Deshalb wurden die Schokoravioli mit Maskarpone- Käse auf Himbeer-Vanille- Ragout besonders sorgfältig zubereitet Doch ansonsten dominierte die Tomate – für Bruschetta, Tomaten-Orangen -Suppe mit Rucola und geraspelter weißer Schokolade und auch für die Gemüsesoße, die zu den Nudeln gereicht wurde. Preiswert einkaufen und alles mit viel Fantasie, Liebe und Gewürzen zubereiten – so Antonios Grundregel. Er liebt Rosmarin und deutschen Grünkohl. Auf die Frage, wie deutsch er nach 15 Jahren in Meck- Pom denkt und fühlt, meint er schmunzelnd: „Meine Familie in Italien sagt, ich gehöre nicht mehr dazu.“ Aber irgendwann kehrt er dorthin zurück, daran ließ er keinen Zweifel. Vorher kommt er aber nochmal auf den Dreesch – zu einem italienischen Sommerabend auf der Terrasse des Stadtteiltreffs. hl
